Chorvereinigung Villingendorf

Überblick:

Mitglieder: 40
Chorleiter: Klemens Mölkner
Vorsitzender: Frank Schlotterbeck
Probeabend: Dienstag, 20.00 – 22.00 Uhr

Die Chorvereinigung:

Der Katholische Kirchenchor Villingendorf und der Gesangverein „Edelweiß“ e.V. Villingendorf treten unter dem neuen Namen „Chorvereinigung Villingendorf“ auf.

Der Chorm hat kirchliches und weltliches Liedgut im Repertoire und tritt bei kirchlichen und weltlichen Anlässen auf.
Beide Vereine haben ihre seitherigen Vereinsstrukturen behalten.

Ehrung 2012

Sternenfels

Abschied Romy

 
 

Repertoir:

Durch die Zusammenarbeit der beiden Chöre wurde das gemeinsame Liedgut stark erweitert. Von der großen Bandbreite zeugen die Programme der zurückliegenden öffentlichen Auftritte.
Es werden bei den einzelnen Terminen nur die neu einstudierten Titel genannt.

Ostern, 31.3.2013
Melchior Vulpius Gelobt sei Gott im höchsten Thron

Karfreitag, 29.3.2013
Friedrich Silcher Schau hin nach Golgatha

Cäcilienfeier, 1.12.2012
Michael Prätorius Kommt und lasst uns Christum ehren

Kirchenpatrozinium, 21.10.2012
L. Viadana Missa L’hora passa

Fronleichnam, 7.6.2012
J. Crüger Komm her zu mir

Ostern, 8.4.2012
Lajos Bardos Missa tertia, Kyrie, Sanctus, Agnus Dei

Karfreitag, 6.4.2012
V.d.Vidoria Popule meus

Goldene Hochzeit, 26.02 2012
B. Klein Der Herr ist mein Hirt

Kirchenpatrozinium, 16.10.2011
Sankt-Gallus-Lied

Fronleichnam, 23.6.2011
Edward Elgar Ave verum
Johann Crüger Dank sei dir Vater

Ostern, 24.4.2011
W.A. Mozart Missa brevis in G, Kyrie, Gloria, Sanctus, Agnus Dei

Geschichte:

Der Anfang des Chorgesanges in Villingendorf lässt sich nicht genau urkundlich nachweisen. Doch dürfte der Katholische Kirchenchor mit einer über 200-jährigen Existenz die älteste Vereinigung im Dorf sein.

 

Geschichte des Katholischen Kirchenchores Villingendorf Der Anfang des Chorgesanges in Villingendorf lässt sich nicht genau urkundlich nachweisen. Doch dürfte der Katholische Kirchenchor mit einer über 200-jährigen Existenz die älteste Vereinigung im Dorf sein.
In einem Ratsprotokoll von 1785 bittet die Gemeinde den Magistrat der Stadt Rottweil um die Erweiterung der Kirche. Im Jahr darauf haben die Bauarbeiten begonnen. Die Kirche wurde dann anno 1802 durch den Konstanzer Weihbischof Ernst Maria Ferdinand von Bissingen konsekriert. Es darf angenommen werden, dass hierbei schon ein Kirchenchor unter der Leitung des fest angestellten Schulmeisters Martin Müller mitwirkte. Mit der Anstellung als Lehrer waren die Dienste als Messner, Organist und Chorleiter verbunden. Als Organist standen ihm im Jahr 66 Gulden zu.

 

Die Besoldung des Kirchenchores
Laut Rechnungsbuch der Kirchenpflege werden an „Corporis Christi“ (Fronleichnamsfest) anno 1803 „denen Kirchensinger“ 5 Gulden bezahlt. Dies gilt bis jetzt als die erste urkundlich festgehaltene Erwähnung eines Chores.
Mit der Fertigstellung des neuen Pfarr- und Schulhauses am 9. 8. 1809 war vermutlich auch ein Probelokal vorhanden.
Im Jahr 1814 wurde eine Orgel mit 8 Registern zum Preis von 394 Gulden 10 Kreuzer angeschafft.
In einem Schreiben im Staatsarchiv Sigmaringen wird 1814 über den Kirchenchor berichtet: „Anläßlich des Baues der neuen Orgel im Jahre 1814 erhielt der Kirchen-Singer Chor eine Besoldung von 3 Gulden“.
Am 13. Juni 1816 ist in einem Kirchenkonventsprotokoll vermerkt: „Den Kirchensingern und Singerinnen gebühren jährlich 5 Gulden, erhielten 8 Gulden.“
Im Jahr 1835 „beklagte sich der Sängerchor über die geringe Bezahlung“. Der Kirchenkonvent beschloss: „Jeder Sänger oder Sängerin soll in Zukunft jährlich auf das Fest corporis Christi 2 fl erhalten, es mögen dann viel oder wenige Sänger sein“. Auch der Lehrer als Leiter des Chores erhielt „ von der Stiftungspflege 8 fl (Gulden) und von der Gemeindepflege 6 fl zur Hebung des Gesanges“.
Dieser Beschluss hielt nicht lange und wurde am 17. Juni 1838 dahin geändert, „daß künftig dem Kirchenchor auf das Fest Corporis Christi 20 fl ausbezahlt werden, hälftig von der Gemeindekasse und hälftig von der Stiftungspflege, nicht mehr und nicht weniger, es mögen dann viel oder wenig Sänger sein.“

Kirchenlieder in der Muttersprache
Martin Müller, geboren am 6. 11. 1770, gab seine Kirchendienste an seinen Sohn Martin, geboren am 29. 11. 1796, ab. Der Sohn war ab 1818 Provisor in Bösingen und kehrte im November 1822 nach Villingendorf zurück, das bis 1821 zur Diözese Konstanz gehörte. Er begann deutsche Kirchengesänge einzuführen.
Im Jahr 1828 erhielt der Organist Müller „vom Ortspfarrer ein Gesangbuch“. Im Jahr darauf erhielt er „von der Gemeinde 1 fl 30 kr (Kreuzer) zur Anschaffung nötiger Gesangsbüchle für die Schule“. Am 24. Februar 1829 beschloss der Kirchenkonvent „für die Schule 6 fl zur Anschaffung dieser Bücher zu verwenden, davon 3 fl von der Gemeinde und 1 fl 30 kr von der Heiligenpflege.
Vermutlich handelte es sich dabei um das 1812 offiziell eingeführte Konstanzer Gesangbuch.
Mit der Einführung des deutschen Kirchengesanges in den Gottesdiensten scheint es vorangegangen zu sein. Im Jahre 1845 wurde beschlossen, „10 bis 20 Exemplare des Rottenburger Gesangbuches“ anzuschaffen.

 

Die ChorleiterMartin Müller sen.
Er war als Sohn des Bürgers und Söldners Martin Müller und dessen Ehefrau Elisabeth geborene Schumpp am 6.11.1770 geboren. Er war wohl auch der erste Chorleiter eines „Kirchensingerchores“ und wird in verschiedenen Kaufverträgen zwischen 1812 und 1820 auch als Schultheiß erwähnt. Er übergab 1822 seine Kirchendienste an seinen Sohn Martin und starb 1843.

 

Martin Müller jun.Lehrer Martin Müller, geboren am 29.11.1796, übernahm von seinem Vater die kirchlichen Dienste und 1843 die Schulmeisterstelle. Er starb am 6. Juli 1869.

 

Matthias Reiner
Sein Nachfolger war der aus Zimmern u. d. Burg stammende Matthias Reiner. Unter dessen Leitung sang der Kirchenchor bei der Einweihung der Neckarburgkapelle nach deren Restaurierung eine „Latein-Messe“. Die Gläubigen von Dietingen und Villingendorf hatten sich am 20. Oktober 1881 dort zum Gottesdienst versammelt.
Ein Höhepunkt seines Wirkens war wohl die Einweihung der neuen Kirche am 16. Oktober 1883. Am Vorabend sang der Kirchenchor und der Gesangverein beim Empfang des Bischofs Karl Josef von Hefele ein Ständchen und wirkte beim Festgottesdienst mit, der vier Stunden lang dauerte.
Erst 57 Jahre alt verstarb Matthias Reiner am 25. Oktober 1886.

 

Heinrich Röhrle
Am 28. April 1887 übernahm Heinrich Röhrle die Chorleitung. Er war ein sehr guter Kirchenmusiker. Aus Anlass einer Fortbildungskonferenz der Lehrer veranstaltete er ein Musikfest.
Die Pfarrchronik berichtet im Jahr 1889 darüber: „Am Oktavtag der Himmelfahrt in der Woche vor Pfingsten fand dahier eine allgemeine Lehrerkonferenz statt. Aus Anlaß dessen veranstaltete der hiesige Lehrer Röhrle mit seinem Kirchenchor ein Musikfest. Es wurde ein Amt gesungen. Der Chor sang die Einlagen und die Missa VII. Diese wurde mehrstimmig vorgetragen vom Chor und von den Schülern. Die überaus feierlichen Schülergesänge, aber auch die Beisteuerung des Chores waren großartig. Herr Lehrer erhielt großen Beifall und großes Lob. Er zeigte, dass man auch bei ganz einfachen Verhältnissen auch auf dem Land feierliche Gottesdienste halten kann.“
Am 9. April 1894 starb Lehrer Röhrle 60-jährig in Beuron an einem Herzschlag.

 

Julius Schaller
Nachfolger Julius Schaller bezog am 19. Juli 1894 die hiesige Schulstelle. „Er bringt den Ruf eines braven, christlichen Lehrers und vorzüglichen Musikverständigen mit und war 2 Jahre am Konservatorium in Stuttgart“.
Am 3. Mai 1899 sang der Chor anlässlich der Primiz von Heinrich Röhrle, des Sohnes des verstorbenen Schulmeisters Röhrle, die „Missa Papae Marcelli“ von Palästrina, das siebenstimmige „Emitte spiritum tuum“ von Schutky und die liturgische Votivvesper zum heiligen. Altarssakrament von Georg Martin Alt.
Lehrer Schaller verstarb nach kurzer Krankheit am 9. Februar 1907 im Alter von 53 Jahren.

Trennung von Messnerdienst vom Schuldienst
Bis zum Jahre 1899 war jede Lehrerstelle mit dem Messneramt verbunden. Durch die gesetzlich verordnete Trennung wurde die Arbeit des Lehrers etwas erleichtert.

 

Lorenz Huber
Schallers Nachfolger Lorenz Huber trat am 1. August 1907 den Dienst an. Auch er erwarb sich Verdienste als Chorleiter und Organist. Er war aber auch ein Meister der Organisation. Ihm verdanken wir heute noch die Ordnung in den alten Notenbeständen, Datierungen von Notenkäufen und deren Einstudierung. Am 1. März 1928 ging er in den verdienten Ruhestand. Er wurde am 25. September 1936 in Villingendorf beerdigt.

 

Benno Schlipf
Ihm folgte am 1. April 1928 Lehrer Benno Schlipf. In seine Dienstzeit fiel der Tod von Dekan Kaspar Mäschle am 24. Januar 1929 und die Einsetzung von Pfarrer Theodor Blank am 28. April 1929.
Belastend war aber sicherlich der politische Wandel. War früher die kirchenmusikalische Ausbildung während des Lehramtsstudiums Pflicht, so wurde dieser Dienst in der Kirche im Jahr 1936 den Lehrern untersagt. Lehrer Schlipf musste seine kirchenmusikalischen Dienste auf Anordnung der Partei abgeben. Im März 1940 wurde Oberlehrer Schlipf nach Heidenheim versetzt.

 

Josef Daniel

Nachfolger wurde zunächst aushilfsweise im August 1936 Josef Daniel, der von 1927 bis 1931 den Gesangverein „Edelweiß“ leitete und seit 1928 auch die Musikkapelle Villingendorf dirigierte.
Die Kirche wurde für baufällig erklärt und als erstes die Orgel abgebrochen. Es folgten Abbruch der Kirche und Neubau des jetzigen Gotteshauses. Zur Einweihung am 12. Dezember 1937 durch Bischof Dr. Sproll sang der Kirchenchor eine Festmesse.
Der Neubau der Orgel unter Verwendung von Teilen und Pfeifen der alten Orgel erfolgte 1939 durch die Firma Stehle in Bittelbronn. Der Organist saß am Spieltisch mit dem Rücken zur Wand unterhalb des runden Cäcilienfensters. Die Pfeifen waren links und rechts von diesem Fenster angeordnet. Josef Daniel wurde im Februar 1945 zur Wehrmacht eingezogen und geriet in französische Gefangenschaft bis November 1947. In dieser Übergangszeit kam Fräulein Hildegard Dom aus Rottweil und versah den Organistendienst. Da sie nur eine Klavierausbildung hatte, konnte sie die Orgelpedale zunächst nicht benützen.
Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft bekam Josef Daniel nur noch den Organistendienst, den er bis zum 31. Oktober 1973 versah und dann an seinen Sohn Raimund Daniel übergab.

 

 

Ernst Flaig
Ernst Flaig wurde am 25.10.1913 in Villingendorf geboren. Im Lehrerseminar in Rottweil wurde er zunächst zum Volksschullehrer ausgebildet. Nach dem Kriege bildete er sich weiter zum Berufsschullehrer an landwirtschaftlichen Berufsschulen. Seit 1932 sang er im Kirchenchor mit.
Nach seiner Rückkehr aus dem Kriege begann er im Herbst 1945 mit der Chorleitertätigkeit beim verwaisten Kirchenchor, die über 50 Jahre dauern sollte. Er war nicht nur Dirigent sondern als Chorleiter für alle Geschäfte des Chores zuständig, da es keine Vereinsstruktur gab. Er legte schon zu Beginn seiner Tätigkeit viel Wert auf Kameradschaftspflege und organisierte jährliche Ausflüge, die bis Rom und sogar Israel führten. Mit der Neugründung des Gesangvereins „Edelweiß“ am 2. Februar 1947 übernahm er auch dessen Leitung bis zum Jahr 1968.
Der Kirchenchor war damals zeitlich wesentlich mehr beansprucht als heute. An den kirchlichen Hochfesten wurde eine vierstimmige Messe gesungen und abends noch eine Vesper. An sämtlichen Beerdigungen und Hochzeiten sang der Chor mehrstimmig. Die Mitwirkung bei Bittprozessionen und Maiandachten war selbstverständlich. Jeden Monat wurde eine Singmesse mit deutschen mehrstimmigen Liedern gehalten. Der Anteil des Chorgesanges bei den Gottesdiensten war so groß, dass viele Gottesdienstbesucher gar kein Gesangbuch mehr in die Kirche mitnahmen. Ernst Flaigs Organisationstalent und Motivationskraft war es zu verdanken, dass der Kirchenchor auch außerhalb des Gotteshauses anerkennenswerte Leistungen bot, so z.B. beim Dekanatskirchenmusiktag am 3. Juli 1987 und bei den Dorffesten.
Nach 50-jähriger Tätigkeit als Chorleiter trat Ernst Flaig von seinem Amt zurück und wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes am Dreikönigstag 1996 verabschiedet. Er starb am Tag der Beerdigung seiner Schwester Hilde am 23. Dezember 2004 und wurde unter Beteiligung von Musikkapelle und Gesangverein am 29.Dezember 2004 beerdigt.

 

Carmen Jauch
Nach dem Rücktritt von Ernst Flaig übernahm am 6. Januar 1996 Carmen Jauch aus Bösingen die Chorleitertätigkeit. Sie war eine junge Studentin der Kirchenmusik und legte viel Wert auf die Stimmbildung und genaue Einstudierung der Liedsätze. Für die vielen älteren Sängerinnen und Sänger bedeutete dies eine große Umstellung. Da aber alle an Disziplin gewöhnt waren, gelang die Zusammenarbeit sehr gut.
Als Probeinstrument wurde gemeinsam ein Klavier angeschafft.

 

Vereinssatzung
In der Mitgliederversammlung am 3. Februar 1996 wurde eine Vereinssatzung verabschiedet und ein Vorstand gewählt. Präses ist kraft Amtes der jeweilig zuständige Pfarrer. 1. Vorsitzende wurde Maria Klett, die dieses Amt 10 Jahre lang ausübte. Schriftführer, Kassier und weitere Beisitzer erleichterten der Dirigentin die Arbeit.
Da Carmen Jauch in München einen Studienplatz bekam, endete ihre Zeit schon am 5. Oktober 1997.

 

Sven Marte
Als unmittelbarer Nachfolger konnte Sven Marte aus Seedorf gewonnen werden. Er hatte in Rottenburg Kirchenmusik studiert, die C-Prüfung abgelegt und bereitete sich auf die B-Prüfung vor.
Mit der Vorbereitung des Weihnachtskonzertes zusammen mit dem Gesangverein „Edelweiß“ Villingendorf bekam er gleich viel Arbeit.
Er begann systematisch Lieder für das Kirchenjahr einzustudieren und das Repertoire auch mit neuzeitlichen Kompositionen zu erweitern. In dieser Zeit bekam der Chor auch wieder Zuwachs an jungen Mitgliedern.
Am 2. Juni 2001 wurde dem Kirchenchor „für seine Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volkliedes“ die Zelter-Plakette überreicht. Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes und des Festaktes lag in den Händen von Sven Marte und war ein voller Erfolg.
Im Sommer 2001 schloss Sven Marte sein Studium in Rottenburg ab und zog zu einem Studium der Schulmusik nach Frankfurt um. Hannes Reich
Die Suche nach einem Nachfolger war sehr schwierig und dauerte mehrere Monate. In dieser Übergangszeit übernahm der Organist Raimund Daniel vertretungsweise die Chorleitung. Schließlich fand die Vorsitzende mit Hannes Reich an der Musikhochschule in Trossingen einen sehr fähigen Studenten der Schulmusik. Er besuchte am 13. November 2001 hier eine Singstunde. Nach einiger Bedenkzeit (er hatte noch einen weiteren Chor in Aussicht) sagte er zu und begann mit der Probenarbeit. Am Weihnachtsmorgen kam er aus Calw trotz Schneeglätte mit seinem Vater als Organisten rechtzeitig zum Einsingen um 8.00 Uhr in unserer Kirche an und dirigierte die Messe von Charles Gounod zu aller Zufriedenheit.
Genau ein Jahr später leitete er die Missa brevis von J. Haydn. Als Organistin brachte er Stefanie Mangold mit, die ebenfalls in Trossingen studierte. Zur Begleitung wurden auch 2 Violinen eingesetzt.
Nach dem Festgottesdienst wurde Hannes Reich beim Frühschoppen mit viel Lob verabschiedet. Bei der Suche nach einem Nachfolger wurde er mit Stefanie Mangold fündig.

 

Stefanie Mangold
Gerade erst 22 Jahre alt traute sich die aus Vaihingen/Enz stammende Musikstudentin die Arbeit mit dem doch überalterten Kirchenchor zu und begann ihre Arbeit im Januar 2003. Mit hoher Musikalität und selbstbewusstem Auftreten nahm sie auch anspruchsvollere Chorliteratur in Angriff. Schon an Ostern konnte sie mit dem Chor die Messe in F von Anton Bruckner aufführen, wobei sie auch den Orgelpart übernahm.
Eine weitere Aufgabe kam auf sie zu mit der Vorbereitung des Festgottesdienstes anlässlich der Überreichung der Palästrina-Medaille am 12. Oktober 2003. Zusammen mit dem Kirchenchor Herrenzimmern und dem Gesangverein „Edelweiß“ Villingendorf wurde die Missa brevis von Josef Haydn beim Festgottesdienst gesungen.
Nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums im Sommer 2009 an der Musikhochschule in Trossingen setzte sie ihren beruflichen Werdegang in Ravensburg fort. Ein Chorleiterwechsel bahnte sich an.

 

Jordi Altimira
Durch persönliche Beziehungen von Werner Haag zu Herrn Altimira konnte dieser zu einer Kontaktaufnahme mit der Chorvereinigung Villingendorf bewogen werden. Am 1. Oktober 2009 trat er die Chorleiterstelle in Villingendorf an und arbeitete sehr kompetent und erfolgreich vier Jahre lang. Er suchte an der Musikhochschule in Trossingen einen Nachfolger und wurde fündig.

 

Klemens Mölkner, ein junger Student, traute sich diese Aufgabe zu und begann im Oktober 2012 mit der Probenarbeit bei der Chorvereinigung Villingendorf.

Zusammenarbeit von Kirchenchor und Gesangverein
Die Personalnot war in beiden Chören sehr groß; beim Kirchenchor fehlten hauptsächlich Männerstimmen und beim Gesangverein die Frauenstimmen. Ein schön klingender Chorgesang war kaum mehr möglich. Beim gemeinsamen gestalteten Trauergottesdienst am 13. Mai 2002 anlässlich der Beerdigung von Chlothilde Hummel, die in beiden Chören sang, war ein voller Chorklang hörbar.
Es wurden Stimmen laut, die eine Zusammenarbeit der beiden örtlichen Chöre anstrebten. In mehreren Vorstandssitzungen suchte man die verschiedenen Interessen zu koordinieren.
Durch den Wegzug des Dirigenten des Gesangvereins, bot sich an, mit dem Kirchenchor gemeinsame Singstunden unter der Leitung von Stefanie Mangold abzuhalten. Diese war auch bereit, weltliches Liedgut zu pflegen und die Verpflichtungen des Gesangvereins zu berücksichtigen. Die Probenabende wurden von 90 Minuten auf zwei volle Stunden verlängert.
Mit dieser Zusammenarbeit konnte der Gesangverein am 12. November 2005 anlässlich seines 90-jährigen Vereinsjubiläums einen Liederabend mit sehr anspruchsvollem Niveau in der Turn- u. Festhalle präsentieren.
Das 25-jährige Jubiläum der Orgel wurde mit einem gemeinsamen Konzert am 22. Oktober 2006 gefeiert.
Beim gemeinsamen Liederabend am 10. November 2007 war dann der Gesangverein wieder federführend.
Unter dem neuen Namen „Chorvereinigung Villingendorf“ luden die Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre am 14. Dezember 2008 zum Adventskonzert ein. Eine randvoll besetzte Kirche zeugte von der gestiegenen Wertschätzung des gemeindeeigenen Chorgesanges.

Es bleibt zu wünschen, dass in der Gemeinde weiterhin der Chorgesang gepflegt und gehört werden kann und durch den Beitritt jüngerer Stimmen vor einer drohenden Überalterung bewahrt wird.

Raimund Daniel, Schriftführer